| 1. Musik zum Eingang 2. Begrüßung und Hinführung zum Thema 3. Kollektengebet 4. Lied: Kommt herbei, singt dem Herrn (EG 599) 5. Wortspiel zum Begriff Nagel (3 Schülerinnen und Schüler) 6. Erzählung: Die Geschichte des Nagelkreuzes 7. Lesung: Epheser 4, 29.31-32 8. Lied: Wo Menschen sich vergessen 9. Ansprache zum Thema: "Versöhnung statt Hass" 10. Lied: Selig seid ihr (EG 644) 11. Versöhnungsgebet und Vater Unser (2 Schülerinnen und Schüler) 12. Kollektenankündigung und Dank 13. Lied: Freunde, dass der Mandelzweig (EG 659) 14. Segen 15. Musik zum Ausklang |
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Begrüßung und Hinführung
Inhaltsverzeichnis
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebes Kollegium, liebe
Gottesdienstgemeinde!
Versöhnung statt Hass - ein
ungewöhnliches Thema für einen
Schulanfangsgottesdienst, jetzt, wo wir doch gerade erst wieder in
der Schule zusammenkommen! Viel Streit und Hass kann sich da noch
nicht aufgestaut haben, so dass ein Appell zur Versöhnung
notwendig wäre.
Aber ein Blick über den eigenen Tellerrand auf die Schlagzeilen in den Zeitungen lehrt
anderes. Ländernamen wie Afghanistan, Irak, Israel und Palästina reichen aus, um beispielhaft zu verdeutlichen, dass in weiten Teilen der Erde friedlose Zustände herrschen, und Schlagzeilen wie
"Piraten vor Somalias Küste" zeigen, dass die Konflikte sehr vielschichtig sind und es keine einfachen Lösungen gibt.
Versöhnung statt Hass ist so
aktuell wie eh und je!
Und weil Versöhnung unter Menschen
immer auch etwas mit Gott zu tun hat, wollen wir diesen
Gottesdienst jetzt beginnen im Namen Gottes des Vaters, des
Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Kollektengebet Inhaltsverzeichnis
Lasst uns beten:
Guter Gott,
noch sind wir hin- und her gerissen
zwischen der Wehmut um die vergangenen Ferien
und der Spannung, was das
neue Schuljahr bringen wird.
Die Zeit des langen Schlafens,
die
Zeit des herrlichen Nichtstuns ist vorbei
und anstrengende
Schulwochen liegen vor uns.
Aber die Freunde warten,
und es ist
wieder schön sich mit ihnen auszutauschen.
All unsere
Gedanken und Gefühle legen wir jetzt vor dich.
Sei bei uns
in diesem Gottesdienst
und begleite uns ins neue Schuljahr.
Amen.
Lied: Kommt herbei, singt dem Herrn (EG 599)
Wortspiel zum Begriff Nagel Inhaltsverzeichnis
Schüler 1: So jetzt ist es wieder soweit! Die Ferien
können wir an den Nagel hängen.
Schüler 2: Leider!
Und dieses Schuljahr muss ich wirklich Nägel mit Köpfen
machen. Sonst sieht´s in der Kollegstufe düster aus.
Schüler 3: Stimmt! Und ich seh´s schon kommen. Bei der
ersten Schulaufgabe bin ich dann wieder völlig vernagelt.
Vor allem Mathe brennt mir ganz schön unter den Nägeln.
Schüler 1: Apropos Nägel! Was ist denn das hier? (der Schüler zeigt ein Foto mit einem Nagelkreuz) Ein
Kreuz aus Nägeln.
Schüler 2: Sieht aus wie ein ein
Projekt aus dem Kunstunterricht!
Schüler 3: Da hat unsere Kunstlehrerin ja wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.
Schüler 1: Ein Nagelkreuz! Wie kommt man denn bloß auf
so eine Idee?
Erzählung
Die Geschichte des der Nagelkreuzes Inhaltsverzeichnis
Ja! Wie
kommt man auch so eine Idee? Ein Projekt aus dem Kunstunterricht
ist es auf jeden Fall nicht. Dieses Kreuz hat seinen Anfang vor
etwa 70 Jahren in Coventry, einer Industriestadt in
Mittelengland.
Am 14. November 1940 wurde diese Stadt Coventry
von deutschen Bombern dem Erdboden gleichgemacht.
500 deutsche
Flugzeuge bombardierten 11 Stunden lang die Stadt. 881
Brandbomben hagelten auf die Stadt nieder, insgesamt wurden
über 500 Tonnen Sprengstoff abgeworfen, über 500
Menschen starben.
Es war der erste flächendeckende
Bombenangriff mit dem Ziel, eine ganze Stadt völlig
materiell und psychologisch auszulöschen. Goebbels vermerkte
in seinem Tagebuch: "Da ist eine Stadt wirklich ausradiert
worden. Die Engländer vertuschen schon gar nichts mehr,
sondern weinen nur noch. Sie haben's ja nicht anders gewollt"1 Und
etwas später: "Es ist nur noch eine Ruine".2
Seit dieser
Nacht kennt der englische und deutsche Wortschatz eine neue
unrühmliche Vokabel: to coventrate oder coventrieren.3
Am
nächsten Morgen lag die mittelalterliche Stadt mit ihrer
Kathedrale in Schutt und Asche. Die Außenmauern der Kirche
standen noch, doch darin türmten sich die Trümmer.
Angesichts dieses sinnlosen Terrors wären Hass und der
Wunsch nach Vergeltung eine verständliche Reaktion gewesen.
Doch der damalige Propst der Kathedrale, Dick Howard, warb
für einen anderen Weg.
Aus dem sichtbaren Zeugnis sinnloser
Zerstörung sollte ein Ort geschaffen werden, der einen
Neuanfang und den Geist der Vergebung zum Ausdruck bringen
sollte.
In einer Radioansprache Weihnachten 1940, die landesweit
von den Ruinen aus übertragen wurde, fasste er diese Vision
mit folgenden Worten zusammen: "Was wir der Welt sagen wollen,
ist dies: Da Christus heute in unseren Herzen wieder geboren
wurde, werden wir versuchen, so schwer dies auch sein mag, alle
Gedanken an Rache zu verbannen. Wir nehmen all unsere Kraft
zusammen, um die enorme Aufgabe zu beenden, die Welt vor Tyrannei
und Grausamkeit zu schützen. Wir wollen versuchen, die Welt
freundlicher, einfacher, dem Christuskind ähnlicher zu
machen."4
Zwei Symbole sollten im Laufe der Zeit dieser
Vision ein Gesicht verleihen:
- Ein Kreuz, zusammengefügt
aus zwei verkohlten Holzbalken. Dieses Brandkreuz wurde der
zentrale Blickpunkt des Versöhnungsaltars in der Apsis der
Kirchenruine.
- Und dann natürlich das Nagelkreuz, das heute
das bestimmende Zeichen für den Versöhnungsdienst der
Kathedrale ist. Dazu wurden drei Zimmermannsnägel aus den
herabgefallenen Dachbalken gezogen und zu einem Kreuz
zusammengefügt.
Sehr bald begann Propst Howard das
Nagelkreuz als Symbol der Hoffnung an Menschen und Orte zu
verschenken, die sich seiner Vision verbunden sahen.
Am Anfang
geschah die Verleihung - oder besser gesagt das Verschenken - des
Nagelkreuzes wohl ohne tiefere konzeptionelle Überlegungen.
Das Nagelkreuz war wohl eine Art Mitbringsel, das an Orte oder
Personen vergeben wurde, die von der Geschichte Coventrys
berührt worden waren.
Aber mit der Zeit erwuchs aus dem
Leiden Coventrys ein Dienst, zu heilen und zu versöhnen -
zunächst mit jenen Orten, die ebenso am Krieg zu leiden
hatten wie Coventry und die Kathedrale. Man wollte dem Feind die
Hand reichen in der Hoffnung, dass Engländer und Deutsche
eines Tages anders miteinander umgehen werden. Das Nagelkreuz
wurde Zeichen dieses Versöhnungsdienstes.
Auch Sankt Sebald in Nürnberg
hat von Coventry ein Nagelkreuz geschenkt bekommen. Das ist etwas
Besonderes. Die alte Rats- und Bürgerkirche St. Sebald teilte
schon immer das Schicksal der Stadt Nürnberg. Mehr als
andere deutsche Städte ist Nürnberg als Stadt der
Reichsparteitage, der Nürnberger Rassengesetze und des
Hetzpropagandisten Julius Streicher weltweit ein Symbol der
nationalsozialistischen Barbarei. Es hatte die Folgen zu tragen.
Die nationalsozialistische Vernichtungsstrategie schlug auf ihre
Urheber zurück. Am 2. Januar 1945 legten über 500 Bomber
der britischen und amerikanischen Luftwaffe die Stadt in Schutt
und Asche. Mehr als 1800 Menschen starben in einer Nacht, 100 000
wurden obdachlos. Auch St. Sebald fiel in Trümmer. Der
Wiederaufbau der Kirche wurde zu einem Zeichen der Hoffnung
für die Stadt und ihre Bürger. Im Laufe der Jahre ist
das Bewusstsein gewachsen, dass mit der Erinnerung an die
Vergangenheit eine Verpflichtung für die Zukunft verbunden
ist. Mit der Überreichung eines Nagelkreuzes am Buß- und
Bettag 1999, setzte sich St. Sebald das Ziel, im Herzen der
Stadt zu einem Ort des Friedens und der Versöhnung zu
werden.
Elke Fröhlich (Hrsg.), Die Tagebücher von Joseph Goebbels. Sämtliche Fragmente, Teil 1: Aufzeichnungen von 1924-1941, Bd. 4 (München 1987), S. 402. [NB: Bedrückend, mit welcher Leichtigkeit Goebbels dann im nächsten Satz über den Film ‚Der liebe Augustin' sprechen kann].
Ebd..
Ironie der Geschichte: Coventry war auch ausgewählt wurden wegen seiner Industrie, vor allem seines Flugzeugbaus. Doch die Fabriken kamen weitgehend ungeschoren davon und konnten alle sehr bald ihren Betrieb wieder aufnehmen.
R. T. Howard, Ruined and Rebuilt. The Story of Coventry Cathedral, 1939-1988 (Coventry 1962), S. 22.
Lesung: Epheser 4, 29.31-32
Lied: Wo Menschen sich vergessen
Ansprache zum Thema Inhaltsverzeichnis
Liebe Schülerinnen, liebe Schüler!
Ihr denkt euch jetzt
vielleicht gequält:
Versöhnung vor 70 Jahren, da waren
wir noch nicht einmal geboren!
Versöhnung in Afghanistan oder
im Nahen Osten, was hat das mit uns zu tun?
Ich möchte euch
von einer Umfrage berichten, die mich tief erschüttert hat.
Forscher wollten herausfinden, wie stark Jugendliche, die im
Kriegsgebiet des Gazastreifens aufwachsen, traumatisiert sind.
Man wollte etwas über die Träume und Hoffnungen dieser
jungen Menschen erfahren. Und so wurden Jugendlichen zwischen 12
und 14 Jahren gefragt, was sie gerne mit 18 Jahren, wenn sie
erwachsen sind, machen würden. 25 Prozent dieser Kinder
haben geantwortet, sie könnten sich eine Zukunft als
Selbstmordattentäter vorstellen.
Wie gibt es so etwas? Diese Kinder
erleben sich inmitten der Kriegshandlungen stets als
ohnmächtige Opfer. Sie können mit diesen schrecklichen
Erlebnissen nicht anders umgehen, als darauf hinzuarbeiten
wenigstens ein einziges Mal im Leben mächtiger Täter,
und nicht Opfer, zu sein. Rache, das ist ihre Form der
Trauma-Verarbeitung.
Versteht ihr nun, warum
Versöhnungsarbeit uns alle etwas angeht?
Aber wie gelingt es
Menschen, die einander hassen miteinander zu versöhnen?
Ich
möchte euch dazu eine sehr alte Geschichte erzählen,
die von dem Wüstenmönch Sisoes überliefert wird:
Ein Mann, dem ein anderer Mensch Unrecht getan hatte, ging zu Vater
Sisoes und sagte ihm: "Mein Bruder hat mich tief beleidigt, und ich
werde mich rächen!" Der alte Mann gab ihm den
Rat: "Tue es nicht. Überlasse Gott die Rache." Der Mann
sagte zu ihm: "Ich werde so lange keine Ruhe finden, bis ich mich
gerächt habe." Der alte Mönch sagte: "Bruder, lass uns zuerst zusammen
beten." Dann stand der alte Mann auf und sagte: "Gott, du
brauchst dich nicht mehr um uns zu kümmern, weil wir uns jetzt selber rächen." Als der Mann diese Worte hörte, fiel
er vor dem alten Mann auf die Füße und sagte: "Es steht mir
nicht an, meinen Bruder zu verurteilen, vergib mir!"
Auf den
ersten Blick scheint in der Geschichte Versöhnung so leicht
wie ein Kinderspiel. Ein kurzes Gespräch, ein kurzes Gebet
und alles kommt in Ordnung! Natürlich geht Versöhnung
nicht so schnell, wie in dieser Geschichte.
Versöhnung ist
schwer und mühsam. Wenn ihr euch schon mal so richtig
verkracht habt, dann wisst ihr wovon ich spreche.
Aber diese
Geschichte nennt doch ein paar ganz wesentliche Dinge, die
notwendig sind, damit Versöhnung möglich wird.
Versöhnung ist schwer, aber
möglich!
Versöhnung ist notwendig, damit wir auch
weiterhin, gemeinsam diese schöne Erde bewohnen können.
Versöhnung ist ein Geschenk Gottes, aber auch unsere
Aufgabe.
Ob ihr als Streitschlichter arbeitet, oder in einem
Theaterprojekt, die Versöhnung zwischen Israelis und
Palästinensern thematisiert, ob ihr durch eure Spenden die
Arbeit mit traumatisierten Kindern in Kriegsgebieten
unterstützt oder anderen von der Nagelkreuzarbeit erzählt, stets
leistet ihr Versöhnungsarbeit. Und das ist ganz im Sinne
Jesu und ganz im Sinne des Epheserbriefes, aus dem ich euch zum
Schluss die Verse der Lesung noch einmal vorlesen möchte:
"Lasst kein
faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet was gut ist, was erbaut und notwendig ist, damit es Segen
bringe denen, die es hören. Alle Bitterkeit und Grimm und
Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt
aller Bosheit. Seid aber untereinander freundlich, herzlich und
vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in
Christus."
Amen.
Lied: Selig seid ihr (EG 644)
Gebet Inhaltsverzeichnis
Liturg: Jeden Freitag um 12 Uhr wird hier in Sankt Sebald das
Versöhnungsgebet von Coventry gebetet. Anstelle des
Fürbittgebetes wollen wir heute einmal dieses
Versöhnungsgebet sprechen und das Vater Unser
anschließen. Ihr als Gemeinde sprecht bitte stets das "Vater
vergib!"
Schülerin/Schüler
1: Guter Gott, wir danken dir für alle
die Erholung und Freude, die du uns in den Ferien geschenkt hast.
Du hältst zu uns und lässt uns nicht fallen, auch wenn
wir nicht immer das tun, was dir gefällt. Darum beten wir zu dir und bringen vor dich unser Leben in all seinen Schattierungen:
Schülerin/Schüler
2: Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von
Volk, Klasse von Klasse:
VATER VERGIB!
Das habsüchtige Streben der Menschen und Völker, zu besitzen, was nicht ihr
eigen ist:
VATER VERGIB!
Die Besitzgier, die die Arbeit der
Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet:
VATER VERGIB!
Unseren Neid auf das Wohlergehen und das Glück der anderen:
VATER VERGIB!
Unsere mangelnde Teilhabe an der Not der
Gefangenen, der Heimatlosen und Flüchtlinge:
VATER VERGIB!
Die Sucht nach dem Rausch, der Leib und Leben zugrunde richtet:
VATER VERGIB!
Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu
vertrauen und nicht auf Gott:
VATER VERGIB!
Schülerin/Schüler
1: Gib
uns Kraft, guter Gott, einander freundlich und herzlich zu
begegnen, so wie du uns stets mit offenen Ohren und Armen
gegenüber trittst. Voll Vertrauen beten wir: VATER UNSER IM
HIMMEL...
Lied: Freunde, dass der Mandelzweig
Segen Inhaltsverzeichnis
Wir gehen in dieses neue Schuljahr
im Vertrauen darauf,
dass wir auf allen Wegen,
die wir zu gehen haben,
nicht allein gelassen,
sondern begleitet sind von Gottes Segen.
Gottes Segen komme zu uns,
stärkend und Mut machend.
Gottes Segen befreie uns,
und lasse uns aufstehen in erfülltes Leben.
Gottes Segen sei um uns,
wie ein wärmender Mantel an kalten
Tagen.
Amen
Musik zum Ausklang
Anmerkungen
Nähere Informationen zur Nagelkreuzgemeinschaft bietet:
Oliver Schuegraf, Vergebt einander, wie Gott euch vergeben hat. Coventry
und die weltweite Nagelkreuzgemeinschaft, Lembeck Verlag, Frankfurt am Main, 2008.
Das Lied "Wo Menschen sich vergessen" ist im Internet abrufbar (unter: You Tube finden sich auch Hörbeispiele).
Die Erzählung über die Nagelkreuzgemeinschaft
orientiert sich an einem Vortrag von Frau Britta
Däumer, Vorstandsmitglied der Nagelkreuzgemeinschaft in
Deutschland.
Anstelle des Liedes "Selig seid ihr" kann auch - sofern vorhanden- das Versöhnungslied "Seid versöhnt" gesungen werden. Dieses Lied
und die Erzählung von Vater Sisoes finden
sich in: Words and Songs of Reconciliation and Praise, Second
European Ecumenical Assembly, Graz, 1997.
Die Zahlen
über traumatisierte Jugendliche im Gazastreifen beruhen auf einer
umfassenden Studie, die Dr. El-Sarraj im von ihm geleiteten
Psychischen Gesundheitszentrum von Gaza durchführte. Sie
deckte auf, dass eines von vier palästinensischen Kindern
und Jugendlichen als größten Wunsch habe, im Alter von
18 Jahren als Märtyrer zu sterben. Die Studie, die unter 944
Jugendlichen (zwischen 10 und 19 Jahre alt) durchgeführt
wurde, fand heraus, dass 97,5 % unter post-traumatischem
Stress-Syndrom leiden. Etwa 32,7% der Kinder waren mit schweren
Symptomen diagnostiziert worden - im Flüchtlingslager sogar
84,1 %. 94,6 % der Kinder haben an einer Beerdigung teilgenommen, 83,2 %
waren Zeugen eines Schusswechsels; 61,6% sahen, wie ein Verwandter
getötet oder verwundet wurde, 36,1% sind bereits durch
Tränengas verwundet worden.